Nagelpilz und seine Entstehung

Wodurch entsteht Nagelpilz?

Ein Nagelpilz entsteht meist aufgrund eines Befalls von Fadenpilzen. Auch Hefe-oder Schimmelpilze können ein Auslöser sein kommen aber seltener vor als die Fadenpilz-Art Trichophyton rubrum.

Der Pilz hat es auf unsere Hornsubstanz von Nägeln, Haut und Haaren abgesehen. Meist beginnt der Befall am Nagelrand und breitet sich dann über die gesamte Nagelplatte aus. Die Nagelsubstanz wird dadurch langsam aufgelöst und es bilden sich weiße Flecken oder Streifen. Der Nagel verdickt sich und verfärbt sich meist gelb bis bräunlich.

Typische Symptome eine Nagelpilzes sind:

  • Brüchigkeit des Nagels und Abbröckelung der Nagelschichten
  • Weißliche oder gelb-braune Farbveränderungen des Nagels
  • Die Nagelplatte verdickt oder verformt sich
  • Nagelbettentzündungen
  • Der Nagel trennt sich von der Haut ab

Wie kann man Nagelpilz vorbeugen

  • Verwenden Sie in öffentlichen Schwimmbädern, Saunen, Hotels und Sportstätten immer Badeschuhe und vermeiden Sie barfuss zu laufen
  • Handtücher, Socken und Bettwäsche immer über 60Grad waschen, am Besten auskochen
  • Tragen Sie passende Schuhe, welche atmungsaktiv. Turnschuhe nur zum Sport tragen und wenn möglich täglich die Schuhe variieren. Socken nur aus natürlichen Materialien verwenden und täglich wechseln
  • Regelmäßige Nagelpflege

Wer bekommt Nagelpilz?

  1. Ältere Menschen leiden aufgrund eines geschwächteren Immunsystems häufiger an Pilzerkrankungen. Auch können Medikamente das Immunsystem schwächen oder Durchblutungsstörungen den Körper anfälliger werden lassen
  2. Auch Diabetiker können aufgrund ihrer Sensibilitäts- und Durchblutungsstörungen eher an einem Nagelpilz erkranken
  3. Aber auch Sportler leiden häufiger an Pilzerkrankungen, da sie mit vielen potenziellen Pilzüberträgern in Gemeinschaftsduschen und Umkleiden in Berührung kommen. Auch das Tragen von Sportschuhen und ihr pilzfreundliches Millieu erleichtert es den Sporen sich auf der aufgeweichten Haut auszubreiten

Tipps bei Nagelpilzbefall:

Wichtig ist hier die sogenannten Nageltoilette. Darunter versteht man die Entfernung des befallenen Nagels mittels Schere und Feile, damit der gesunde Nagel nachwachsen kann. Bei der Nageltoilette ist es sehr wichtig, die Instrumente nach dem Gebrauch gut zu desinfizieren oder nur Einmalfeilen zu verwenden. Auch sollte die gesunde Haut nicht verletzt werden.

Früher wurden befallene Nägel auch oft gezogen, dies macht man heutzutage nur noch selten, da der Nagel meist nicht mehr so schön nachwächst und eine lange Behandlung mit Pilzlacken oder Cremes notwendig ist.

Eine äußere Behandlung mit Nagellacken oder Cremes kommt zur Anwendung, wenn der Nagel weniger als 75 Prozent vom Pilz befallen ist. Diese Lacke und Cremes enthalten Antimykotika und sollten mindestens über ein halbes Jahr angewandt werden.

Eine innerliche Behandlung mit Antimykotika, muss unbedingt von einem Arzt verordnet werden. Eine regelmäßige Kontrolle der Leberwerte ist hier notwendig, da diese Medikamente viele Nebenwirkungen mit sich bringen.

Naturheilkundliche Maßnahmen beim Nagelpilz

Die Ernährung spielt hier eine sehr große Rolle. Auf basische Kost sollte unbedingt geachtet werden. Auch die Stärkung der Darmflora und des gesamten Immunsystems ist bei der erfolgreichen Behandlung eines Nagelpilzes unabdingbar.

Eigenurin gegen Nagelpilz

Ein klassisches Hausmittel bei Nagelpilzerkrankungen stellt die Eigenurin-Therapie dar. Besonders der Mittelstrahl des Morgenurins soll hier durch seine Konzentration sehr wirksam sein. Am Besten wird der Urin in einem Behälter aufgefangen und der Zeh zweimal täglich in dem Urin gebadet. Alternativ kann der Zeh auch mit einer in Urin getränkten Kompresse eingewickelt werden.

Hausmittel gegen Nagelpilz

  • Pflanzliche Öle, wie Teebaum-, Fenchel-, Oregano-, Pfefferminz-, Eukalyptus- und Lavendelöl diese Öle wirken antibiotisch und antimykotisch
  • Zitronensaft hat antimykotische und antiseptische Eigenschaften. Am Besten frischen Zitronensaft auf den betroffenen Nagel träufeln und 10 bis 15 Minuten einwirken lassen
  • Meersalz, häufig von Podologen empfohlen. Hier wird der betroffene Zeh täglich in ein Wasserbad mit Meersalz gelegt.
  • Auch Knoblauch hat sich als hilfreich herausgestellt. Der betroffene Nagel wird mit Knoblauchöl beträufelt, dadurch soll er seine antimykotischen Eigenschaften entfalten. Auch das Essen von Knoblauch soll hier sehr gut wirken.
  • Auch bei diesen Therapiemethoden ist eine regelmäßige Nageltoilette von großer Bedeutung.

Homöopathie bei Nagelpilz

Wichtig ist ein individuelles Mittel durch eine gezielte Anamnese eines erfahrenen Homöopathen zu finden. Wie bei der TCM ist auch hier die individuelle Konstitution des Patienten sehr wichtig, um das passende Mittel zu finden.

Einige gern verwendete Globuli bei der der Nagelpilz-Behandlung sind:

  • Acidum hydrofluoricum (wässrige Flusssäure)
  • Silicea (Kieselsäure)
  • Antimonium crudum (Schwarzer Spießglanz)
  • Sepia (Tintenfisch)

TCM bei Nagelpilz

Ähnlich wie bei der Homöopathie wird hier der gesamte Patient unter die Lupe genommen, um zu sehen welches Ungleichgewicht dazugeführt hat, dass der Nagelpilz überhaupt entstehen konnte. Zur Behandlung werden diverse Kräuter innerlich, sowie äußerlich angewandt, welche eine antimykotische und antibakterielle Wirkung haben. Um die passenden Kräuter für den Patienten zu finden empfiehlt es sich einen erfahrenen TCM-Therapeuten oder Arzt aufzusuchen.

Einige Kräuter die eine antmykotische Wirkung haben sind:

  • Semen Plantaginis
  • Herba Agastaches
  • Spica Prunella

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