Was hilft bei Fersensporn naturheilkundlich?

Der Fersensporn – auch Kalkaneussporn genannt

Was ist Fersensporn und wo tritt er auf? Wie kann man ihn naturheilkundlich mit Homöopathie, TCM, Naturheilverfahren u.a. behandeln.

Dieser tritt meistens am Fersenbein auf. Hier zeigt die Ferse an deren Unterseite einen dornartigen Auswuchs. Die Entzündung der Fersen-Faszie sorgt für die unangenehmen Schmerzen. Sehr viel seltener tritt der Fersensporn am Ansatz der Achillessehne auf, dieser wird auch oberer Fersensporn genannt. Weitere Begriffe für Fersensporn sind synonym Kalkaneussporn bzw. Calcaneussporn, aus dem Lateinischen calcaneus, Fersenbein).

Gründe des Fersensporns:

  • Fußfehlstellungen
  • Schlechtes Schuhwerk, fehlende Dämpfung
  • Übergewicht
  • Dauerhafte Überbelastung

Symptome des Fersensporns:

Meist haben die Patienten nach langem Sitzen oder Liegen Schmerzen der Fersenmitte, vor allem morgens. Die Schmerzen können stechend, oder auch dumpf sein. Diese treten auch ohne Belastung auf.

Therapiemöglichkeiten der Schulmdedizin:

  • Schmerzmittel: um die akute Entzündung zu hemmen. Hier kommen gängige Schmerzmittel wie Diclofenac, Ibuprofen und ASS zum Tragen
  • Stoßwellentherapie: hier wird mittels gebündelter Schallwellen die Ferse therapiert. Die Behandlung dauert in der Regel 6 Wochen, bei einem wöchentlichem Behandlungsturnus
  • Kortison-Injektionen: hier wird das Kortison in die Fußsohle gespritzt, diese Methode ist sehr schmerzhaft und sollte nur sehr kurz angewandt werden, da sonst dauerhafte Gewebeveränderungen eintreten können
  • Operation: hier wird der Fuß operativ geöffnet und der Sporn abgemeiselt, diese Methode wird nur in sehr schweren Fällen angewandt

Naturheilkundliche Therapien:

  • Salbenverbände mit Rhododendron cp Salbe, am Besten über Nacht einwirken lassen und tagsüber das cp Fluid mehrmals täglich einreiben
  • Einreibung mit Murmeltierfett, welches als naturliches Kortison gilt
  • Wickel mit Beinwell oder Retterspitz mehrmals täglich als Auflage durchführen
  • Kurkuma kann als natürliches Schmerzmittel sehr gut helfen, da es entzündungshemmende und schmerzlindernde Eigenschaften besitzt. Am Besten zweimal täglich einen Teelöffel Kurkuma in ein Glas Mandel-oder Hafermilch einrühren und trinken

Homöopathie bei Fersensporn:

Eine Mischung aus folgenden Einzelmitteln soll sehr gut helfen:

  • Valeriana D6
  • Calcium Carbonicum D10
  • Rhododendron D6
  • Pulsatilla D6
  • Graphites D10

Drei Mal täglich je 10 Tropfen

Ein weiteres Komplexmittel ist das Osteoheel von der Firma Heel

Schüsslersalze bei Fersensporn:

Hier werden drei Salze kombiniert eingesetzt:

  • Calcium fluoratum Nr. 1
  • Phosphoricum Nr. 2
  • Ferrum phosphoricum Nr. 3

Je 5 Tabletten in abgekochtes, warmes Wasser geben und auflösen. Diese Mischung als Kompresse auf die betroffene Stelle legen.

TCM bei Fersensporn:

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) hat der Fersensporn mit einer Schwäche der Nierenenergie zu tun. Da die Niere einen starken Bezug zu den Knochen, Nägeln und Zähnen hat muss bei der Behandlung eines Fersensporns auf jeden Fall die Niere mitbehandelt werden.

Sehr gute Erfolge erzielt man hier mit Akupunktur. Es werden vor allem Punkte des Nierenmeridians, aber auch konstitutionelle Punkte genadelt. Deshalb ist es vor einer Behandlung sehr wichtig eine individuelle Anamnese mittels Puls-und Zugendiagnose zu erstellen.

Folgende Punkte kommen beim Fersensporn zum Einsatz:

  • Niere 3, 4, 6, 7
  • Blase 17, 19, 23, 40
  • Moxibustion von Niere 1, 3, 7, Blase 23

Auch Kräuter können bei der Behandlung eines Fersensporns angewandt werden, da die energetische Schwäche der Niere oft schon sehr lange besteht. Meistens findet sich auch ein Qi- und Blutmangel des Patienten. Um hier ursächlicher an die Behandlung heranzugehen, sind chinesische Kräuter sehr effektiv.

Folgende Kräuter werden beim Fersensporn gerne verwendet:

  • Radix Paeonia alba / bai shao
  • Radix Glycerrhize / gan cao
  • Fructus Chaenomelis / mu gua
  • Radix Clematidis / wei ling xian
  • Radix Achyranthis / niu xi

Radix Paeonia alba wird gerne mit Fructus Chaenomelis kombiniert

Physikalische Therapie bei Fersensporn:

  • Hier hat sich die Therapie mit dem Igelball bewährt. Dieser entlastet die Bänder und gibt dem Fuß seine muskuläre Stabilität zurück. Einfach mehrmals täglich mit der Ferse über den Igelball rollen
  • Auch das Aufheben eines Handtuches mit den Zehen kann die Mobilität des Fußes stärken und den Fuß kräftigen. Mehrmals täglich mit den Zehen ein Handtuch aufheben
  • Dehnen des Fußes – hier nimmt man am Besten ein Handtuch und legt es um die Zehen herum. Dann mit leichtem Zug die Zehen zum Körper hin dehnen. Diese Übung wird ebenso mehrmals wiederholt

Weitere Informationen zum Thema Fersensporn finden Sie hier:

Chinesische Medizin in der Orthopädie / Bachmann >> hier gelangen Sie zum Buch.

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