Demenz kommt aus dem lateinischen und bedeutet so viel wie „weg vom Geist“

Die Demenzerkrankung gehört zu den häufigsten Krankheitssyndromen im Alter und beschreibt den Abbau der Gedächtnisleistung. Auch kognitive (auf das Denken bezogen), sowie emotionale und soziale Fähigkeiten nehmen ab.

Mit 60-65 Prozent (laut dem Bundesministerium für Gesundheit / BMG) ist die degenerative Demenz vom Alzheimer-Typ, die häufigste irreversible Demenzform. Gefäßbedingte Demenzen treten mit ca. 20 Prozent auf. Sie sind alle nicht heilbar und können nur symptomatisch behandelt werden. Demenzen führen normalerweise zur Pflegebedürftigkeit und einer verkürzten Lebenserwartung. Die sekundäre Demenz, welche eine Folgeerscheinung von anderen Erkrankungen, meist außerhalb des Gehirns ist, kommt wesentlich seltener vor.

Risikogruppen:

Das Risiko einer Demenzerkrankung nimmt in der zweiten Lebenshälfte zu. Die Alzheimer-Erkrankung stellt die häufigste Ursache dar. Bei jüngeren Patienten gehören Infektionen, Schädigungen der Nerven, durch toxische Substanzen, (wie Alkohol und Drogen) oder auch seltene erbliche Nervenkrankheiten (z.B. Veitstanz) zu den häufigsten Ursachen.

Auch folgende Faktoren sind bei der Entwicklung einer Demenz gefunden worden:

  • Frauen – dies kann mit der höheren Lebenserwartung und hormonellen Unterschieden erklärt werden
  • Genetik – Demenz bei Verwandten I Grades
  • Kopfverletzung – Schädel-Hirn-Traumata
  • Neurologische Erkrankungen – Down-Syndrom, Veitstanz
  • Schlaganfall – vor allem bei weiteren kardiovaskulären Risikofaktoren
  • Alkoholismus – auch bei Drogenmissbrauch

Welche präventiven Maßnahmen gibt es?

  • Regelmäßige körperliche Bewegung
  • Gesunde, ausgewogene Ernährung
  • Aktives, soziales Leben
  • Senkung von Risikofaktoren (Diabetes, Bluthochdruck)

Wie wird die Demenz diagnostiziert?

Da sie meist schleichend beginnt, werden die Symptome lange Zeit nicht erkannt, oder für normale Alterserscheinungen gehalten. Falls in folgenden Bereichen wiederkehrend Auffälligkeiten auftreten, sollte ein Arzt aufgesucht werden um mittels verschiedener körperlicher, (Blut- und Urinproben, EEG, EKG) geistiger Untersuchungen (Denken, Verhalten und Erleben) und mit bildgebenden Verfahren (MRT, CT, PET) eine Demenz auszuschließen.

Zu den Auffälligkeiten zählen unter anderem:

  • Veränderung des Kurzzeitgedächtnisses
  • Komplexere Handlungen können nicht mühelos erledigt werden
  • Vernunft und Urteilskraft verändern sich
  • Kann sich räumlich nicht mehr so gut orientieren
  • Hat Wortfindungsstörungen
  • Verlangsamtes Verhalten

Die nicht-medikamentöse Therapie versucht die Befindlichkeit des Patienten an das nachlassende Leistungsvermögen anzupassen und bestehende Fertigkeiten zu erhalten und zu verbessern. Diese Therapie muss individuell angepasst werden, ohne den Patienten zu überfordern. Auch die Angehörigen und Pflegenden sollten in die jeweilige Therapie mit einbezogen werden, um eine regelmäßige Umsetzung zu gewährleisten.

Folgende Therapien kommen zum Einsatz:

Aromatherapie

  • Kognitive Therapie (z.B. geistige Stimulation)
  • Ergotherapie (spielerische, handwerkliche und gestalterische Methoden)
  • Bewegungstherapie (Physiotherapie)
  • Musik- und Kunsttherapie
  • Sensorische Therapien (Aromatherapie)

Die Ernährung spielt ebenfalls eine sehr wichtige Rolle, da das Gehirn ausreichende und gesunde Nahrung für die Leistungsfähigkeit benötigt. Da bei Demenzerkrankten die Steuerung von Durst- und Hungergefühl nicht mehr optimal funktionieren, müssen Angehörigen, Pfleger und Ärzte auf einen Gewichtsverlust des Patienten achten. Regelmäßige Essenszeiten, gemeinsames Essen und Rituale erleichtern die Nahrungszufuhr.

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S. Rudrich 10-14