Qigong lernen und gesund bleiben

Qigong-Übungen heilen wirksam

Qigong_am_SeeQigong ist für ein Gesamtverständnis der Konzepte und Wirkungen der TCM von grundlegender Bedeutung. Die Überzeugung, dass der Mensch seine Lebensfunktionen aus eigener Kraft regulieren, stärken und kultivieren kann, wird schon relativ früh in historischen Quellen zum Ausdruck gebracht: „… wer sein Qi zu führen weiß, nährt im Inneren seinen Körper und wehrt nach außen hin schädliche Einflüsse ab…“ (Baopuzi von Ge Hong, 4. Jh. n. Chr.)

Die Fünf Säulen der Chinesischen Medizin:

Die Übungen, die heute unter dem Namen Qigong (wörtlich „Übungen/Umgang mit dem Qi“) zusammengefasst werden, gehören einerseits zu den „Fünf Säulen“ oder Haupttherapieformen der Chinesischen Medizin (neben Akupunktur, Arzneimitteltherapie, Diätetik und Chinesischer manueller Therapie Tuina). Andererseits wurden sie in China auch in verschiedenen philosophischen und religiösen Strömungen praktiziert und waren Teil der alltäglichen Lebensführung in der Bevölkerung.

Qigongübungen für jedermann:

Qigongformen wirken insgesamt regulierend auf den Qi- und Xue-Fluss des menschlichen Organismus. Grundsätzlich gilt, dass Qigongübungen im Vergleich zu Akupunktur oder Chinesischer Phytotherapie die unspezifischste Methode der Chinesischen Medizin sind, gleichzeitig aber die am breitesten wirksame. In Qigongübungen verbinden sich zahlreiche Übungsinhalte und Wirkfaktoren, die übergreifend die körperlichen, seelischen und geistigen Bereiche des menschlichen Lebens ansprechen. So werden zum Beispiel häufig Bilder aus der Natur oder Tiere bei den Übungen nachgeahmt. Bei den verschiedenen Übungsmethoden werden die Wirkfaktoren unterschiedlich gewuchtet und unterschiedlich stark hervorgehoben. Sie sind aber immer in ihrer Gesamtheit vorhanden. Deshalb lassen sich die gleichen Qigong-Übungen durch unterschiedliche Betonung der Wirkfaktoren bei verschiedenen Erkrankungen einsetzen.

Die Drei Elemente des Qigong:

Alle Qigongübungen werden mit drei Hauptkomponenten, den so genannten „drei Mitteln“ ausgeführt, die dem Menschen von Natur aus zur Verfügung stehen: mit dem Körper, das heißt mit Körperhaltung und Bewegung, mit dem Atem und mit den psychisch-geistigen Kräften. Mit ihrer Hilfe kann das Qi ohne äußere Einwirkung (von z.B. Nadeln oder Arzneimitteln) kultiviert und entwickelt werden. Außerdem ermöglichen es die „drei Mittel“ dem Übenden, das Qi in seinem Körper wahrzunehmen und zu leiten, Blockaden im Qi-Fluss zu lösen und auf diese Weise Krankheiten vorzubeugen oder sie zu behandeln.

Gesundheitsförderndes Qigong:

Häufig wird über positive und wohltuende Einflussnahme von Qigong auf unterschiedlichste Beschwerden berichtet. Innere Ruhe und Gelassenheit sowie ein „Ruhigerwerden“ des Atems sind auch bei Anfängern früh zu beobachten. Inzwischen liegen zahlreiche Studien vor, die belegen, dass Qigong als begleitende Therapie sowohl bei Asthma als auch bei Spannungskopfschmerz und/oder Migräne, bei Bluthochdruck sowie in der Prävention von Verlust der Knochendichte bei Frauen im mittleren Lebensalter etc. wirksam ist. Der Vorteil: Sie können Ihre Qigongübungen zuhause oder in der Gruppe durchführen. Sie brauchen dazu keine spezielle Kleidung für Qigong.

Qigong-Buch-Empfehlung:

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Ein sehr gutes Qigong-Buch ist der Leitfaden Qigong. Sie finden hier alle Grundlagen, Qigongübungen (Yangsheng) und . Viele Kunden, die sich in der Qigong-Ausbildung befinden, wird dieser Leitfaden von Qigong-Schulen empfohlen, sowohl für Anfänger, als auch für Fortgeschrittene. Hier erfahren Sie mehr zum Qigong Leitfaden: >>>Lesen Sie die Rezension des Leitfadens Qigong

Qigong-Kurse bietet die SMS in München und in Hamburg sowohl für Anfänger, als auch für Fortgeschrittene an. Infos unter Internationale Gesellschaft für Chinesische Medizin e. V. (SMS), Franz-Joseph-Str. 38, 80801 München, Tel. 089/38 88 80-31

 Von Dr. Ute Engelhardt