Impfempfehlungen und deren Folgen

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Impfempfehlungen und Ihre Nebenwirkungen

Impfempfehlungen

Das Stillen der Beste Schutz für einen Säugling gegen Krankheiten und Erreger ist steht außer Frage, doch laut der STIKO (Ständige Impfkommission) ersetzt das Stillen nicht das Impfen.

Der sogenannte Nestschutz wird vom Säugling über die Nabelschnur erworben, dadurch erwirbt das Kind die Abwehrstoffe gegen Krankheitserreger. Diese Antikörper trägt die Mutter in sich, wenn eine Krankheit durchgemacht wurde oder aufgrund einer Impfung Antikörper gebildet wurden. Allerdings ist dieser Nestschutz nur eine gewisse Zeit wirksam, dies ist bei den Masern der Fall, bei anderen Erkrankungen werden teilweise keine ohne nicht genügend Antikörper auf das Kind übertragen. Deshalb gibt es vom Robert-Koch-Institut (RKI) eine Impfempfehlung ab der 6. Lebenswoche.

Impfempfehlungen des RKI für Säuglinge, Kinder und Jugendliche:

  • Impfungen bei Säuglingen und Kleinkindern

    Rotaviren – ab 6. Lebenswoche (3 Grundimmunisierungen)

  • Hepatitis B – ab 2. Lebensmonat (je nach Impfstoff 3 bis 4 Grundimmunisierungen)
  • Diphtherie – ab 2. Lebensmonat (4 Grundimmunisierungen)
  • Tetanus (Wundstarrkrampf) – ab 2. Lebensmonat (4 Grundimmunisierungen)
  • Poliomyelitis (Polio, Kinderlähmung) – ab 2. Lebensmonat (je nach Impfstoff 3 bis 4 Grundimmunisierungen)
  • Haemophilus influenzae Typ b (Hib) – ab 2. Lebensmonat (je nach Impfstoff 3 bis 4 Grundimmunisierungen)
  • Pertussis (Keuchhusten) – ab 2. Lebensmonat (4 Grundimmunisierungen)
  • Masern – ab 11. Lebensmonat ( 2. Grundimmunisierungen)
  • Mumps (Ziegenpeter) – ab 11. Lebensmonat ( 2. Grundimmunisierungen)
  • Röteln – ab 11. Lebensmonat ( 2. Grundimmunisierungen)
  • Varizellen (Windpocken) – ab 11. Lebensmonat ( 2. Grundimmunisierungen)
  • Pneumokokken (Bakterien, die Gehirnhaut- und Lungenentzündungen auslösen können) – ab 2. Lebensmonat (4 Grundimmunisierungen)
  • Meningokokken (Bakterien, die Gehirnhautentzündungen auslösen können) – ab 12. Lebensmonat eine Grundimmunisierung

Impfempfehlung bei Mädchen ab 9 Jahren

Schutzimpfungen gegen humane Papillomviren (HPV, Auslöser von Gebärmutterhalskrebs) – 2 Grundimmunisierungen

Mögliche Impfschäden

Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) schreibt Ärzten in Deutschland vor Impfreaktionen die über das übliche Ausmaß hinausgehen und gesundheitliche Schäden verursachen zu melden. Diese Meldung muss an das örtliche Gesundheitsamt und an die Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft gemeldet werden. Die Schäden müssen allerdings innerhalb der ersten vier Wochen nach der Impfung auftreten, dadurch werden spätere Schäden nicht berücksichtigt.

Impfreaktionen die auftreten können

  • Impfreaktionen

    Leichte Impfreaktionen – Rötung, Schwellung, Fieber, Müdigkeit

  • Schwere Impfreaktionen – Krampfanfälle, Abszesse, Allergische Reaktionen, Allergischer Schock, Asthmaanfälle, Atemstillstand bei Säuglingen
  • Die Impfkrankheit ist ein Sonderfall. Diese kann bei Impfungen mit Lebendimpfstoffen vorkommen, dies ist bei Masern und Windpocken möglich.

2011 wurde von der US-amerikanischen Medizinbehörde IOM (Institute of Medicine) eine Analyse zu 1000 Impfstudien bezüglich schädlicher Nebenwirkungen durchgeführt. Das Ergebnis war, dass Impfungen nicht frei von Nebenwirkungen und unerwünschten Gesundheitseffekten sind. Hier wurden Impfungen gegen Masern-Mumps-Röteln, Windpocken, Grippe, Hepatitis A und B, Humanes Papilloma Virus, Diptherie, Tetanus, Keuchhusten und Meningitis in die Analyse mit einbezogen.

Weniger Impfungen ausreichend?

Oft müssen Impfungen nicht alle 10 Jahre erneuert werden, da im Körper noch genügend Antikörper vorhanden sind. Deshalb macht es Sinn, zuerst diesen Titer mittels Blutabnahme zu überprüfen damit nicht unnötig nachgeimpft wird.

Aussagen der Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin (Degam):

  • Bei der Gebärmutterhalsimpfung (HPV) gibt es noch keine abschließende Beurteilung über Effektivität, Sicherheit und Verträglichkeit.
  • Fraglich sei auch der Nutzen der Windpocken-Impfung. Diese Erkrankung verlaufe im Kindesalter nur extrem selten bedrohlich, während eine Impfung von Kindern häufiger schwere Erkrankungen bei Erwachsenen verursachen können.

Letztendlich müssen verantwortungsvolle Eltern selber entscheiden, ob und welche Impfungen für Ihre Kinder und somit für die Gesellschaft sinnvoll sind. Vor allem über die verschiedenen Zusatzstoffe in Impfungen sollten sich die Eltern von einem erfahrenen Arzt aufklären lassen.

Mehr zum Thema Impfempfehlungen finden Sie hier:

>>Schutzimpfungen selbst verantworten, Goebel

>>>Impfratgeber aus ganzheitlicher Sicht, Kneißl

 

06/2015