Wirksamkeit der Homöopathie

Neue Studie über Homöopathie

Wirkt die Homöopathie wirklich?

Bereits Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Homöopathie vom deutschen Arzt Samuel Hahnemann entwickelt. Die wichtigsten Kennzeichen der Homöopathie sind die gezielte Arzneimittelwahl anhand der Ähnlichkeitsregel. Diese Regel richtet sich nach den individuellen Krankheitszeichen und den Persönlichkeitsmerkmalen des Patienten. Die Erkenntnisse der Arzneikräfte werden durch Prüfungen an Gesunden und die Anwendung der Arzneimittel in potenzierter Form und kleiner Dosis gewonnen.

Das Ähnlichkeitsprinzip:

Das Prinzip der Homöopathie leitet sich vom Ähnlichkeitsprinzip ab. Wörtlich heißt „homoios“ – ähnlich und „pahtos“ – Leiden, Krankheit. Schon in Hippokrates Schriften finden sich Formulierungen wie, „durch das Ähnliche entsteht die Krankheit und durch Anwendung des Ähnlichen wird die Krankheit geheilt“. Samuel Hahnemann hat dieses Prinzip in seinem Werk das Organon der Heilkunst festgehalten.

Wirksamkeit der Homöopathie:

Immer wieder wird die Wirksamkeit der Homöopathie allerdings in Frage gestellt. Erst kürzlich veröffentlichte die australische Gesundheitsbehörde „National Health and Medical Research Council“ (NHMRC) ein Ergebnis aus einer Meta-Analyse einer Homöopathie-Studie. Diese kommt zu dem Ergebnis, dass die Homöopathie bezüglich der Wirkung mit Placebo gleichzusetzen ist. Sie warnt deshalb vor der Anwendung der Homöopathie. Da die Meta-Analyse jedoch Studienergebnisse statistisch zusammen fasst, um dann eine Aussage über die Wirksamkeit zu liefern, so wie dies in eingeschlossenen Studien vollzogen wird, ist das Ergebnis nicht aussagekräftig. Es gibt aktuelle Forschungsergebnisse die eine völlig andere Sicht auf die Homöopathie haben. Eine Analyse von Mathie und Kollegen, welche Ende 2014 veröffentlicht wurde zeigt, dass die individuelle Homöopathie deutlich besser als Placebo sei.

Bei der Studie der australischen Gesundheitsbehörde wurden nur bestimmte Studien aus dem englisch-sprachigen Bereich zugelassen und Qualitätskriterien der Homöopathie nicht beachtet. Prof. Robert G. Hahn hat in der Zeitschrift Forschende Komplementärmedizin eine Arbeit verfasst welche aufzeigt, dass Meta-Analysen zur Homöopathie häufig negativ ausfallen, da 90% der Daten nicht berücksichtigt werden.

Damit die Wirksamkeit der Homöopathie auch richtig zur Geltung kommen kann, ist es wichtig diese von einem ausgebildeten Homöopathen ausüben zu lassen. Wie bei jeder Methode ist es wichtig die Grenzen auf Seiten des Patienten, der Erkrankung und des behandelnden Arztes, sowie der Homöopathie selbst zu kennen!

Interessante Bücher zum Thema Homöopathie finden Sie hier:

>>>Organon der Heilkunst, Hahnemann
>>>Lehrbuch der Homöopathie, Genneper, Wegener
>>>Homöopathie: Energiemedizin, Vithoulkas