Migräne und ihre Auslöser

Wodurch kann Migräne ausgelöst werden?

shutterstock_276101873Migräne ist eine neurologische Krankheit, welche hauptsächlich durch genetische Faktoren ausgelöst wird. Dabei wird die Nervenerregbarkeit, insbesondere des Gesichtsnervs, durch eine Störung des Serotoningleichgewichts beeinflusst. Dadurch entsteht ein Schmerz durch die Wirkung des Serotonins auf die Blutgefäße, welche sich schließlich entzünden. Die bekanntesten Auslöser für Migräne sind Stress und hormonelle Faktoren.

Migräne-Patienten kennen die Auslöser „ihrer“ Schmerzen meistens gut. Diese sind aber nicht nur von Patient zu Patient verschieden, sie können sich auch im Laufe der Erkrankung verändern:

1.) Migräneattacken durch falsche Ernährung

vor allem wenn sie in Kombination genossen werden:

  • Histaminhaltige Nahrungsmittel (konservierte Speisen, Meeresfrüchte, Erdbeeren, Tomaten)
  • Käse (Hartkäse)
  • Schokolade
  • Geschmacksverstärker Glutamat (Gewürzmischungen, z.B. chinesische Restaurants)
  • Rotwein
  • Individuelle Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Es gibt Beobachtungen, wonach diese Erkrankung vorallem bei Kindern und Erwachsenen aus sozial schwächeren Schichten stark zunimmt. Zugleich gibt es statistische Untersuchungen, die belegen, dass sich eben diese Bevölkerungsgruppe durch einen besonders hohen Zuckerkonsum auszeichnet.

2.) Migräneanfälle durch Stress und Schlafmangel

Bei einer bestimmten Patientengruppe folgt ein Migräneanfall auf eine lange Zeitspanne, während der sie überdurchschnittlich hoch konzentriert und effektiv gearbeitet haben. Also tatsächlich schon in der Entspannungsphase. Beziehungsweise auch schon während der „Anspannungsphase“, wenn diese über einen zu langen Zeitraum aufrecht erhalten wird.

Typischerweise reagieren Migräne-Patienten kurz vor und während eines Schmerzanfalls besonders sensibel auf Anspannung und einen unregelmäßigen Tagesablauf. Dabei kommt es häufig zu:

  • Schlafmangel, verschobenem Tag-, Nachtrhythmus
  • dem Auslassen oder Verschieben von Mahlzeiten
  • dem Auslassen oder Verschieben von Ruhepausen
  • Bewegungsmangel

3.) Hormonelle Einflüsse fördern die Migräneanfälligkeit

Bei manchen Frauen tritt sie hauptsächlich zyklusabhängig auf.

Viele Kräuter, insbesondere die europäischen- und chinesischen Kräuter können Ihnen bei Migräne helfen.

Europäische Kräuter:

  • Angelikawurzel
  • Mädesüßblüten
  • Tausendgüldenkraut
  • Weißdornblüten

Chinesische Kräuter gegen Migräne:

  • Jie Geng (Ballonblumenwurzel)
  • Mai Dong (Schlangenbartwurzel)
  • Yan Hu Suo (Lerchenspornwurzelstock)
  • Chuan Xiong (Szechuan-Liebstöckelwurzelstock)
  • Hong Hua (Saflorblüten)

Diese obengenannten Kräuter wirken vorallem blutdrucksteigernd, entkrampfend und lindern die Schmerzen.

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Valerie Jung
Über Valerie Jung 2 Artikel
Valerie Jung ist Heilpraktikerin mit eigener Praxis für Chinesische Medizin und Feldenkrais seit 2001. Ausbildung zur Feldenkraispädagogin im „Strasbourg International Feldenkrais Training“ in englischer Sprache 1993 -1997. Ausbildung zur Heilpraktikerin: „Berufsfachschule für Naturheilweisen Josef Angerer“, München in Vollzeit 1998 - 2001. „Qualifizierende Fortbildung Traditionelle Chinesische Medizin“, Fachverband Deutscher Heilpraktiker, 2001, 2002. Seit 2000 regelmässige Fortbildungen zur TCM, Ausbildung in Ein-Nadel Akupunktur bei Donald Halfkenny am EIOM München, 2011- 2013.