Einführung in die HYPNOAKUPUNKTUR

Was ist Hypnoakupunktur?

Ein Beitrag von Dr. Clemens Kaindlstorfer und Dr. Leopold Dorfer

Hypnoakupunktur vereint die beiden großen Lehren der TCM auf der einen Seite und der medizinischen Hypnose auf der anderen Seite. Die Hypnoakupunktur fungiert derart wie eine Brücke, welche die beiden Uferzonen erfolgreich verbindet. Somit wird ein umfassenderer Zugang zu den Patienten ermöglicht.

Für die Akupunktur bereichernd ist, dass in der tiefen Entspannung einer Trance viele Patient/Innen die eigenen Ressourcen besser wahrnehmen. Infolgedessen können Patienten besser erfahren, wie die Akupunktur auf einer tieferen Ebene zu wirken beginnt (das Eintauchen in einen Akupunkturpunkt, das Erleben der Meridiane,…etc.). Gleichermaßen werden durch diese fokussierte Aufmerksamkeit der Trance gewisse übergeordnete Punkte (Kardinal- und Meisterpunkte) aktiv. Darüber hinaus können nach der Sitzung mittels RAC (Ohrakupunktur) geortet werden. Zudem kann mittels Hypnose einer Nadelphobie sehr erfolgreich entgegengewirkt werden.

Warum Hypnoseakupunktur?

Die medizinische Hypnose profitiert nun von der Akupunktur durch eine, von den Akupunkturnadeln bedingte, Fokussierung der Aufmerksamkeit auf die eigene Therapie und Heilung. Dies geschieht im therapeutischen Setting einer Hypnoakupunktur ganz automatisch. Demnach bekommen Meridiane und Akupunkturpunkte durch Utilisieren und Verdeutlichen eine vermehrte und besondere Beachtung. Gleichzeitig wird alles, was nicht direkt zur Sitzung gehört, ausgeblendet. Ein Entfernen der Nadeln während der Hypnoakupunktur wird als Tranceverstärker genutzt. Aus diesem Grunde kann dies als eine leichte Entspannung, in der „alles zu fließen beginnt“, utilisiert werden. Infolgedessen tauchen die Patient/Innen tiefer in das eigene Unbewusste hinein.

Der Vorteil von Hypnose und Akupunktur

Neben diesen direkten und praktischen Einflüssen, welche die beiden Behandlungszugänge aufeinander auswirken, gibt es noch einen zusätzlichen, tieferen und dadurch eher indirekten Vorteil dieser Kombinationstherapie. Somit Krankheitsbild wird hier von zwei Seiten „in die Zange genommen“. Demzufolge wird beispielsweise beim Tinnitus einerseits die Ursache des Geräusches mittels Akupunktur und den Funktionskreisen therapiert und zu beseitigen versucht. Andererseits wird seitens der Hypnose die Verarbeitung des Geräusches (welches vom Gehirn in genau der Frequenz des Defektes – im Innenohr bzw. im Übergang zur Radix cochlearis des N. vestibulocochlearis – erzeugt wird) im Unbewussten verändert. Folglich können die beiden Behandlungsoptionen von Akupunktur und Hypnose wie zwei perfekt ineinandergreifende Zahnräder gemeinsam an der „Wurzel des Übels“ anpacken.

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Abb.1: Familiäres Setting der Hypnoakupunktur Abb.2:  Hypnoakupunktur in der TCM-Ordination (Unterstützt durch Strom)

HypnoakupunkturWeitere Infos zum Thema Hypno-Akupunktur finden Sie in dem Buch der drei Autoren Dr. Dorfer, Kaindlstorfer und Dr. Gasser,
>> Hypnoakupunktur 

Kurse zur Hypnoakupunktur für alle, die diese Form erlernen wollen, finden Sie
>>hier Ausbildung Hypnoakupunktur

 

Dr. Leopold Dorfer
Über Dr. Leopold Dorfer 1 Artikel
Dr. Leopold Dorfer, Jahrgang 1960 Medizinstudium an der KF-Universität Graz, Promotion im Juli 1985; seit 1985 intensive Beschäftigung mit Akupunktur und anderen Formen der komplementären Medizin wie Homöopathie, Neuraltherapie, Manueller Medizin, Bioresonanz, Bachblütentherapie, Ernährungslehre, Yoga, Qi Gong, Tai Qi usw.; daneben Beschäftigung mit Kurmedizin, Sportmedizin und Notfallmedizin; 1987 Österreichisches Akupunkturarzt-Diplom; 1988 Erste Chinareise für sechs Wochen; 1988 Österreichisches Diplom für Ohrakupunktur; 1990 bis 1993 Medizinisches Konzept, Aufbau und ärztliche Leitung des Instituts für physikalische Institut der Merkur Recreation im Steigenberger Hotel in Bad Waltersdorf; seit 1990 Privatordination für Akupunktur, TCM und Naturheilkunde in Graz; 1988 bis 1994 Abschluss aller Diplome der Deutschen Akademie für Akupunktur (DAA); seit 1994 Referent der DAA; seit 1994 Gründer und Präsident der Ärztegesellschaft Österreichische Gesellschaft für Kontrollierte Akupunktur und TCM (OGKA); seit 1990 Vorlesung für Akupunktur in Graz; seit 1994 Lehrauftrag für Akupunktur an der Karl Franzens Universität Graz; weitere Chinareisen Oktober 2000 und August 2001, Juli 2002 und April 2005; 2001 TCM-Diplom der TCM Universität Nanjing ; 2004 Gründung des Internationalen TAO-Kongresses für TCM in Graz und Wien.